Mittelschule Höchberg
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Die 6. Klassen auf Zeitreise

„Signa inferre!“, „Gladii!“, „Si, domine!“ Militärische Befehle hallen durch das Schulgebäude am Hexenbruch , auf den Fluren dröhnt der Schritt genagelte Stiefel und das Klappern von Metall. Was war denn an der Mittelschule Höchberg los?

Am 7. Dezember 2017 begaben sich die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen auf eine Zeitreise zurück in die Vergangenheit. Auf Einladung von GSE-Lehrer Herrn Muhler erschien der Schulleiter Herr Strätling, verkleidet als römischer Hilfstruppensoldat und erzählte, wie sich das Leben eines normalen Menschen vor 2000 Jahren abspielen konnte.

Nach einer lateinischen Begrüßung redete der Legionär zum besseren Verständnis in Germanisch weiter. Seine Lebensgeschichte begann als Germanenjunge Chaban, der in der Nähe des heutigen Marktbreit, also außerhalb des gewaltigen römischen Reichs, aufwuchs. Nach seinem Eintritt in die römische Armee legte er seinen Geburtsnamen ab und nannte sich fortan Marcus Tullius Rabanus.

Rabanus berichtet den Schülerinnen und Schülern, wie er als frischgebackene Hilfstruppensoldat eingekleidet und ausgerüstet wurde, was die Klasse selbst nachempfinden durfte. Ein Schüler nahm jeweils die Rolle des Soldaten ein und zwängte sich in Tunica, Unterpanzer und Schienenpanzer. Der Legionärshelm und die Standardbewaffnung mit Schild, Kurzschwert, Dolch und Wurfspeer gingen von Hand zu Hand, bevor der Freiwillige auch sie anlegte und schnell merkte, dass sie doch ein erhebliches Gewicht darstellte.

Die Schüler lernten, dass ein römischer Soldat fast alle Aufgaben nur mit Hilfe seiner Zeltgemeinschaft erledigen konnte, da er ja sogar schon zum Anlegen seiner „Uniform“ die Hilfe eines Kameraden benötigte. Außerdem bekamen sie noch die wichtigste Lektion eines angehenden römischen Soldaten beigebracht: Die Antwort auf alles, was ein Offizier fragte oder verlangte, war stets: „Ja, Herr.“

Anschließend berichtete der Rabanus vom täglichen Leben des römischen Soldaten, das beileibe nicht nicht nur aus Marschieren und Kämpfen bestand. Die Schülerinnen und Schüler hatten viele Fragen und konnten Ausrüstungsgegenstände, wie z.B. Schwerter, Schuhe, Kettenhemd und viele Gebrauchsgegenstände aus der Zeit des römischen Reiches anzufassen und genauer unter die Lupe zu nehmen.

Viel zu schnell verging die Zeit, die Klassen machten begeistert mit und lauschten gespannt der Lebensgeschichte des römischen Legionärs. Allen gefiel diese besondere Art des Geschichtsunterrichts sehr gut und Herr Muhler lobte das Interesse und die Lernbereitschaft der Schülerinnen und Schüler.

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