Mittelschule Höchberg
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Wachswerkstatt mit #planet_bee

Jetzt – zur Zeit der Wintersonnwende – sitzen die Bienen in einer Traube dicht gedrängt im Inneren unserer Bienenkiste und leben von den gesammelten Lichtstrahlen des Sommers - dem Honig. Die Bienen stellen während dieser Zeit aber auch Wachs für den Wabenbau her, das wir im Rahmen unserer ersten Honigernte gewinnen konnten. Das war der Anstoß für uns, die SchülerInnen unserer Schule mit diesem wertvollen Stoff in Kontakt zu bringen und kreativ werden zu lassen. Die Idee einer Weihnachtlichen Wachswerkstatt war geboren!

 

In enger Zusammenarbeit mit der SMV, allen voran Schülersprecherin Nina Jung, veranstaltete die Bienen-AG #planet_bee, initiiert von Sabine Burger und Markus Aßländer, an zwei Nachmittagen eine Weihnachtliche Wachswerkstatt. In der dritten Adventswoche erprobten sich etwa 60 Schülerinnen und Schüler der fünften bis siebten Klassen an der Gestaltung von Wachskunstwerken. Im Technik- und Mehrzweckraum konnten sie Stationen besuchen, an denen zum Beispiel mit flüssigem Bienenwachs Kerzen gezogen oder gegossen wurden. Das kostbare Bienenwachs bezogen wir direkt aus Würzburg von der Wachswarenfabrik Schenk, einem seit 1750 bestehenden Familienbetrieb. Unser bescheidener kleiner Wachsvorrat reichte dafür noch nicht aus.

 

Die Schülerinnen und Schüler konnten ihrem Gestaltungsdrang freien Lauf lassen und gestalteten aus Bienenwachsplatten Christbaumanhänger, die mit Nelken veredelt wurden und wunderbar am Weihnachtsbaum duften werden. Daneben wurden die Wachsplatten von Schülerhand zu kunstvollen Kerzen gedreht, die in den kommenden besonders dunklen und langen Nächten ihren wohligen Honigduft verströmen und ihr Licht aussenden können. Ein besonderes Material war die Wachsknete, die in der Schule frisch hergestellt wurde. Heißes Wachs ist, mit Wollfett versetzt, von warmer Hand geknetet formbar und kann in jede beliebige Form plastiziert werden. So entstanden wunderschöne Engel genauso wie Weihnachtsbäume oder Sterne. Die Kinder brauchten ein wenig Geduld, bis sie mit dem Werkstoff vertraut waren, aber dann machte es richtig Spaß. Ein völlig anderer Werkstoff war der eingefärbte Salzteig, aus dem Anhänger für den Christbaum oder zum Dekorieren ganz allgemein gefertigt wurden. Es entstanden Weihnachtsbienen, Elfen, Sterne und viele andere Formen und Figuren. Natürlich wollten die Kunstwerke auch verpackt werden, deshalb konnten die Teilnehmer an einer weiteren Station die Kunst erlernen, eine Origami-Schachtel mit Bodenteil und passendem Deckel aus recyceltem Kalenderpapier zu falten. Ganz ohne Kleber und Schere!

 

All das wäre unmöglich gewesen, hätten sich nicht insgesamt 15 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 9aM und 10aM beteiligt. Die SMV aktivierte erfolgreich die älteren Mitschülerinnen und Mitschüler und verschaffte so den jüngeren Schülern der 5. bis 7. Klassen die Möglichkeit, diese Werkstatt unter Anleitung der "Großen" zu erleben. Auch aus der Lehrerschaft gab es Unterstützung durch Herrn Muhler, den Klassenleiter der Klasse 6ag und Frau Dietz, der Fachlehrerin Soziales, Werken und Gestalten. Die beiden Werkstattnachmittage brachten unsere Schülerinnen und Schüler einander eindeutig näher. Natürlich coronakonform in weitgehend klassenweise zusammengestellten Gruppen.

 

Dank des 2021 gewonnenen WVV-Umweltpreises konnte die nicht ganz billige Ausrüstung zur Wachsverarbeitung angeschafft werden. Sie ist der Grundstock für die in den nächsten Jahren folgenden Aktionen. Das Wachs für die Kleinkunstwerke konnte ebenfalls kostenfrei an die jungen Künstlerinnen und Künstler abgegeben werden. Schließlich hatten Sie die „Hauptarbeit“ für den WVV-Umweltpreis geleistet. Vielen Dank noch einmal an den WVV!

 

Was bleibt am Ende von dieser Veranstaltung? Ein Licht, das nach Aussage der Kinder von vielen weitergeschenkt wird an Freunde, Mütter, Väter, Omas und Opas. Vielleicht ist das Weitergeben des Lichtes das, was bleibt von unserem Workshop. Warum? Weil es das Herz wärmt und uns hell macht. Gerade jetzt.

 

Markus Aßländer, L

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