Mittelschule Höchberg
Mittelschule Höchberg

Mitwirkung bei der Feierstunde zum Volkstrauertag 2021

Bei der Feierstunde zum Volkstrauertag am 14. November 2021 war auch die Mittelschule Höchberg wieder aktiv beteiligt. Anastasia Derheim und Domenik Auer aus der 10b trugen mit ihrem Gedicht von Wolfgang Borchert "Es waren einmal zwei Menschen" und ihrer Mitwirkung bei der abschließenden Kranzniederlegung zu einem würdigen Rahmen der Veranstaltung bei und schlugen die Brücke zwischen den vielen noch anwesenden "Zeitzeugen" der schrecklichen Weltkriege und den jüngeren Generationen, die sich auch weiterhin erinnern und dazu beitragen wollen, dass sich solche Ereignisse bei uns nie mehr wiederholen.

Zeitungsartikel aus der Main-Post vom 16.11.2021
 
Bewegende Gedenkfeier zum Volkstrauertag am Höchberger Kriegerdenkmal
 

Höchberg

Über 60 Millionen Menschen kostete der Zweite Weltkrieg das Leben, mehr als die Hälfte davon Zivilisten, begann Bürgermeister Alexander Knahn seine Ansprache zur Gedenkveranstaltung am Kriegerdenkmal anlässlich des Volkstrauertages. Doch dies sei nicht die letzte Kriegshandlung seitdem gewesen. Viele weitere folgten und die Opfer leiden genauso Not, wie die Menschen in Deutschland nach 1945.

„Oftmals hat man nicht mehr viel darüber gesprochen und so versucht, erlebtes Leid, gefühlte Schuld in welcher Dimension auch immer und erfahrene Not, wie groß sie auch immer war, zu vergessen oder zu ertragen“, sagte Knahn. Für Erinnerungskultur war nach dem Krieg wenig Platz. Heute heißt es: Erinnerung wider das Vergessen.

In Höchberg, wie in vielen anderen Kommunen, stehen die Orte des Erinnerns meist im Herzen des Ortes, wie das Kriegerdenkmal bei der Kirche Mariä Geburt. „Nicht schön, vielleicht martialisch, dem ein oder anderen vielleicht sogar heroisch, zu heldenhaft, mag es aussehen“, beschrieb er das Denkmal hinter seinem Rednerpult. Aber es stehe seit vielen Jahren mahnend und soll daran erinnern, „was für sinnlose und brutale Zeiten es gab und leider immer wieder gibt“.

Es sei mehr denn je nötig, an das Vergangene zu erinnern, aber auch das Jetzt aufzuzeigen, mahnte Knahn. Nur dann komme die Botschaft, die der Volkstrauertag jährlich mit auf den Weg gibt, an: Gemeinsam für den Frieden.

Sehr intensiv trugen auch Anastasia Derheim und Domenik Auer, beide aus der Klasse 10b der Mittelschule Höchberg, eine Lesebuchgeschichte von Wolfgang Borchert (1921-1947) vor. Bei „Es waren einmal zwei Menschen“ geht es um das Leben zweier Männer, die sich ein Leben lang bekämpfen, von der Geburt bis ins Grab. „Als sich nach 100 Jahren ein Regenwurm durch ihre beiden Gräber fraß, merkte er gar nicht, dass hier zwei unterschiedliche Menschen begraben waren. Es war dieselbe Erde, alles dieselbe Erde“. Ob Moslems oder Christen, Paris oder Würzburg, Flüchtlinge oder Einheimische, Syrien oder Deutschland: Es ist dieselbe Erde, alles dieselbe Erde, regten sie zum Nachdenken an, bevor Pfarrer Matthias Lotz ein Gebet sprach und die Musikfreunde Höchberg und der Singkreis der TGH die Gedenkfeier beendeten.

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