Mittelschule Höchberg
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Nah – Natürlich – Selbstgemacht

Nah – Natürlich – Selbstgemacht

 

lauten die Grundsätze von verantwortungsvollem Verbraucherverhalten

im Lebensmittelbereich,

 

zu dem uns Frau Hager vom VerbraucherService Bayern

am 07.12.2018 besuchte und informierte.

 

Regional einkaufen ist im Trend und steht für Nachhaltigkeit.

Doch welche Lebensmittel sind regional erzeugt und woran

sind diese zu erkennen?

 

Regionale Produkte werden verbrauchernah erzeugt und verkauft, so dass zwischen Produzenten und Konsumenten nur kurze Wege entstehen. Der Kauf regionaler Produkte stützt die heimische (Land)-Wirtschaft. Durch eine Nahversorgung mit Grundnahrungsmitteln wie Kartoffeln, Gemüse, Obst, Milch und Eiern aus einem Umkreis von bis zu 100 km könnten erhebliche Mengen Kohlendioxid vor allem im Transport eingespart werden. Allerdings ist der Begriff „Regional“ nicht eindeutig definiert. Die Mehrheit der Verbraucher versteht unter „Region“ ihren Landkreis oder einen bestimmten Naturraum, aber auch das eigenen Bundesland zählt für viele noch dazu.

 

Jede Region in Bayern bietet zahlreiche besondere kulinarische Spezialitäten, die wir den jeweiligen  Regierungsbezirken zugeordnet haben.

 

Beachten wir beim Einkauf noch die Saisonalität der Erzeugnisse liegen wir

ganz vorne mit unserer ökologischen Verantwortung.

Ein Saisonkalender gibt uns dabei wertvolle Informationen.

 

Beim Gang durch den Supermarkt stellt sich die Frage,

woran regionale Erzeugnisse erkennbar sind.

 

Frau Hager hat uns einige Produktverpackungen mitgebracht und wir

gingen auf Spurensuche.

 

Begriffe wie „aus der Heimat“ oder „heimatnah erzeugt“ sind wenig aussagekräftig und liefern keine Information über Herkunft und Verarbeitung des Produktes.

 

Folgende Herkunftsangaben sind Pflicht:

 

Frisches Obst und Gemüse (sowohl abgepackt als auch unverpackt) muss mit dem Herkunftsland gekennzeichnet sein.

Alle tierischen Produkte müssen neben dem Namen und der Anschrift des Herstellers auch das Identitätskennzeichen führen.

Fleisch und Wurstwaren: Bei unverarbeitetem

Rindfleisch muss das Land der Geburt, Aufzucht,

und Zerlegung des Tieres angegeben werden.

Unverarbeitetes und vorverpacktes Schweine-, Schaf-, Ziegen- und Geflügelfleisch muss mit dem Aufzucht- und Schlachtort des Tieres gekennzeichnet werden. Wurstwaren sind von einer Herkunftsangabe entbunden.

Fisch und Eier: Vorverpackter, unverarbeiteter Fisch (auch tiefgekühlt) muss neben der Fangmethode auch das Fanggebiet preisgeben.

Jedes Ei ist mit dem Erzeugercode gestempelt, der neben der Haltungsform (Erste Ziffer: obzw.1 bzw. 2) auch das Erzeugerland (DE-„09“ für Bayern) und

den Legebetrieb (restliche Ziffern) zuordnen lässt.

Bei Honig, Olivenöl und vorverpackten Bioprodukten mit EU-Bio-Logo muss das Ursprungsland bzw. bei mehr als einem Ursprungsland der Zusatz „EU“,

„Nicht-EU“ oder „EU/Nicht EU“ angegeben werden.

 

Schließlich durften wir den Unterschied zwischen Apfelsaft von heimischen Obststreuwiesen und Apfelsaft aus Apfelsaftkonzentrat er-schmecken…

 

                               … und wir waren uns einig:

                            „Geschmacklich liegen Welten dazwischen.“

 

Individuelle Möglichkeiten des regionalen Einkaufens:

  • Einkaufen beim regionalen Handwerks-Bäcker und –Metzger
  • Vor allen Wochenmärkte bieten eine große regionale Vielfalt
  • Unterstützen der Regionaltheken in Supermärkten
  • Bilden von Einkaufsgemeinschaften mit Freunden und Nachbarn, um zum Beispiel Ab-Hof-Einkäufe bei Direktvermarktern zu vereinfachen.
  • Abo-Kisten werden vom Erzeuger direkt an die Tür geliefert.
  • Regional-Apps wie z.B. „DieRegioApp für Bayern“ ist ein nützlicher Begleiter auf dem Smartphone. (www.regioapp.org)
  • Auch die Solidarische Landwirtschaft bietet eine Möglichkeit:

Mehrere private Haushalte tragen die Kosten eines landwirtschaftlichen Betriebs. Dafür erhalten sie im Gegenzug dessen Ernteertrag.

 

Wir bedanken uns herzlich bei Frau Hager

für diese sehr aufschlussreichen Informationen.

 

Die Soziales-Gruppe der 10. Klassen mit Frau Dietz

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